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Eingereicht von Team NASA am 30.11.21 17:05
Ausbau S-Bahn Mitteldeutschland
Beschreibung

Das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz ist ein Erfolgsmodell. Die silbernen Züge sichern mit ihrem verlässlichen Angebot und dichten Stationsnetz die Mobilität der Bevölkerung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Aus vielen Städten und Gemeinden rund um Leipzig und Halle ist die S-Bahn nicht mehr wegzudenken. 

 

Seit Jahren mehren sich die Forderungen nach einer Aufnahme weiterer Ziele ins S-Bahn-Netz. Tatsächlich gibt es vor allem im Süden Sachsen-Anhalts noch Lücken. Das Land hat daher ein Konzept entwickelt, wie die vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen rund um Lutherstadt Eisleben, Merseburg, Naumburg und Zeitz besser an die beiden Oberzentren angebunden werden können.

 

Voraussetzung für die neuen S-Bahn-Linien sind genügend Fahrzeuge, die passende Infrastruktur und natürlich eine gesicherte Finanzierung. Das Zielnetz kann deshalb nur schrittweise umgesetzt werden.

 

Das ist geplant:

 

Bereits zum 12. Dezember 2021 geht die neue Linie S 7 von Lutherstadt Eisleben nach Halle (Saale) an den Start. Sie ersetzt die bisherige RB 75 und bietet vor allem am Wochenende deutlich mehr Fahrten. Halle-Nietleben wird ab diesem Zeitpunkt durch die Linie S 3 bedient und bekommt so eine direkte Anbindung nach Leipzig. Auch für Halle-Trotha ist ab Dezember 2025 eine Direktverbindung in die Messestadt geplant.


Ebenfalls im Dezember 2025 startet die S-Bahn von Naumburg nach Leipzig. Zu diesem Zeitpunkt tritt ein neuer Verkehrsvertrag in Kraft, der die nötigen Voraussetzungen schafft. Die S-Bahn-Linie ersetzt die bisherige RB 20 und soll in Leipzig auch durch den City-Tunnel fahren. So werden weitere Ziele in Leipzig und darüber hinaus ohne Umstieg erreichbar.


Auch zwischen Merseburg und Leipzig soll es wieder eine direkte Bahnverbindung geben. Bis die neue stündliche S-Bahn-Linie in den 2030er-Jahren in Betrieb gehen kann, muss aber erst die Finanzierung geklärt und eine Verbindungskurve bei Großkorbetha geschaffen werden.


Weitere Projekte sind neue Linien von Zeitz nach Leipzig und von Querfurt über Mücheln nach Halle. Bei beiden Projekten muss jedoch die Finanzierung der zusätzlichen Fahrten noch geklärt werden.

 

Einen Überblick können Sie sich auf der nebenstehenden Netzgrafik verschaffen. Außerdem finden Sie neben diesem Beitrag ein weiteres Bild mit Details zur geplanten Angebotskonzeption auf den einzelnen Strecken.

 

 

Erforderlicher Infrastrukturausbau

 

Für die Umsetzung des S-Bahn-Zielnetzes sind mehrere Infrastrukturmaßnahmen erforderlich. Das bedeutendste Vorhaben ist sicherlich die Verbindungskurve bei Großkorbetha. Sie wird ebenso wie die meisten anderen Bauvorhaben mit Mitteln aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen finanziert.

 

Zu den weiteren Maßnahmen für die neuen S-Bahn-Linien zählen der Ausbau der Strecke Merseburg/Naumburg – Leipzig auf bis zu 160 km/h sowie die Elektrifzierung und der Ausbau der Strecke Gera – Zeitz – Leipzig auf bis zu 120 km/h. 

 

Auch Stationen und Bahnhofsumfelder werden im gesamten mitteldeutschen Revier mit Strukturstärkungsmitteln neu angelegt oder aufgewertet.

 

 

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Galerie (Bilder / Videos)
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(PDF , 1,6 MB)

Infoflyer zum S-Bahn-Ausbau

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Kommentare
SFranke
19.12.21 20:02

Ich finde das der Nahverkehr im südlichen Sachsen-Anhalt zwar schon recht gut, aber definitiv noch ausbaufähig. 

1. Die Durchbindung der Bahnlinie von Querfurt nach Halle und zurück sehe ich als große Chance für die Strecke. Sowohl als direkter Vorteil für (Berufs-) Pendler in Richtung Halle wie auch für die Touristen bzw. die touristische Entwicklung des Geiseltales.

2. Ob die S-Bahnlinie Leipzig  - Merseburg und die Investitionen der Kurve bei Großkorbetha zukunftsfähig sind?! Aktuell besteht ja schon eine direkte Buslinie zwischen beiden Städten, welche noch das Einkaufszentrum Nova mit einschließt. Die geplante S-Bahn wird sicherlich bedingt durch den kleinen Umweg und die vielen Halte eine größere Fahrzeit benötigen. Hier fände ich auch eine Anbindung der Ortschaften entlang der ehemaligen Bahnstrecke Merseburg - Leipzig Leutzsch besser (mit den Hintergedanken, dass die alte Bahnstrecke bereits stillgelegt und teilweise überbaut ist).

3. Die geplante Anbindung Naumburg und Weißenfels an das S-Bahnnetz: Zum Vorteil ist sicherlich die direkte Durchbindung in die Leipziger Innenstadt. Dies ist sicherlich auch für die kleineren Stationen zwischen den Zentren der Vorteil einer S-Bahn. Nachteilig für eine S-Bahn sind die relativ langen Fahrzeiten zwischen den mittleren Zentren (Naumburg bzw. Weißenfels) und Halle/Leipzig, 

Hier würde ich einen parallelen Ausbau des Regionalexpressnetzes wünschen, welche die mittleren Zentren mit den großen Stationen verbinden. Eine schnelle regelmäßige, nicht überall haltende Verbindung find ich persönlich eine bessere Alternative zum Auto.

4. Taktausbau: Aktuell finde ich die unterschiedlichen Taktfolgen einen großen Minuspunkt. Hier finde ich, sollte man zukünftlich, gerade auch im Bezug auf die mögliche Zunahme an Linien in einem bestimmten Abschnitt, eine saubere Taktfolge versuchen. Beispielsweise starten im aktuellen Fahrplan die Züge in Halle in Richtung Weißenfels/Naumburg jeweils :05 und :25 nach. Beispielsweise wäre hier ein sauberer 30 Minutentakt vom Vorteil.

5. Man sollte auch die weiteren Strecken im Bereich im Betracht ziehen. So sollte man auch die Strecke Weißenfels - Zeitz ausbauen. Aktuell stellt sie keine wirkliche Konkurrenz zur zukünftig ausgebauten B91 dar. Die Haltepunkte sind zu weit weg von SIedlungsgebieten bzw. fährt der Zug an neugebauten Wohngebieten vorbei. Beispiele wären hier die Ortslage Weißenfels, wo der Zug am Storchennest ist Weißenfels West, am Krankenhaus sowie am Wohngebiet Süd praktisch vorbei fährt. In Langendorf deckt der Haltepunkt nur einen Teil der Ortschaft ab. In Luckenau liegt der alte Haltepunkt praktisch zu weit entfernt vom Ort, während gut 300m weiter der Zug die Ortslage passiert. Auch ist der bestehende Takt (Mittagspause sowie ein verdünnter Takt am Wochenende nicht zukunftsfähig).

Hier find ich das Beispiel der Pinzgauer Lokalbahn im Salzburger Land (Österreich) optimal. Die Bahn hat durch eine Vielzahl an neuen bedarfsgerechten Haltestellen sowie einen Stundentakt, in einem Streckenabschnitt verdichtet auf einem Halbstundentakt ihre Fahrgastzahlen deutlich erhöht, Die Haltestellen werden größten Teil als Bedarfshaltestellen ausgeführt, unterstützt durch ein eigenes Meldesystem, ob ein Haltewunsch besteht. Vor vielen Jahren war die Bahn Einstellungsgefährdet, durch den Versuch und die Angebotserweiterung sowie die Unterstützung der örtlichen Politik fährt die Bahn trotz aktueller Hochwasserschäden in eine sichere Zukunft. Dies würde ich mir auch für die Strecke Weißenfels  - Zeitz wünschen!!!

 6. In einem anderen Post wird über die neue aktuelle Buslinie Zeitz - Naumburg geschrieben und über die neue direkte Linienführung besprochen. Nun frage ich mich, gab es diese Linienführung nicht schon vor einigen Jahren mittels Bahn? Damals hat man das Angebot immer mehr verschlechtert und am Ende den Bahnverkehr auf der zuvor modernisierten Strecke stillgelegt. Mittlerweile ist die Strecke stillgelegt und verkauft. Nun kann man warten, bis die damals teuer modernisierte Strecke abgebaut wird. Hier hat man das Thema Verkehrswende wie auch bei der Strecke Merseburg - Leipzig verbaut und verschlafen.

SFranke 19.12. 20:02

Ich finde das der Nahverkehr im südlichen Sachsen-Anhalt zwar schon recht gut, aber definitiv noch ausbaufähig. 

1. Die Durchbindung der Bahnlinie von Querfurt nach Halle und zurück sehe ich als große Chance für die Strecke. Sowohl als direkter Vorteil für (Berufs-) Pendler in Richtung Halle wie auch für die Touristen bzw. die touristische Entwicklung des Geiseltales.

2. Ob die S-Bahnlinie Leipzig  - Merseburg und die Investitionen der Kurve bei Großkorbetha zukunftsfähig sind?! Aktuell besteht ja schon eine direkte Buslinie zwischen beiden Städten, welche noch das Einkaufszentrum Nova mit einschließt. Die geplante S-Bahn wird sicherlich bedingt durch den kleinen Umweg und die vielen Halte eine größere Fahrzeit benötigen. Hier fände ich auch eine Anbindung der Ortschaften entlang der ehemaligen Bahnstrecke Merseburg - Leipzig Leutzsch besser (mit den Hintergedanken, dass die alte Bahnstrecke bereits stillgelegt und teilweise überbaut ist).

3. Die geplante Anbindung Naumburg und Weißenfels an das S-Bahnnetz: Zum Vorteil ist sicherlich die direkte Durchbindung in die Leipziger Innenstadt. Dies ist sicherlich auch für die kleineren Stationen zwischen den Zentren der Vorteil einer S-Bahn. Nachteilig für eine S-Bahn sind die relativ langen Fahrzeiten zwischen den mittleren Zentren (Naumburg bzw. Weißenfels) und Halle/Leipzig, 

Hier würde ich einen parallelen Ausbau des Regionalexpressnetzes wünschen, welche die mittleren Zentren mit den großen Stationen verbinden. Eine schnelle regelmäßige, nicht überall haltende Verbindung find ich persönlich eine bessere Alternative zum Auto.

4. Taktausbau: Aktuell finde ich die unterschiedlichen Taktfolgen einen großen Minuspunkt. Hier finde ich, sollte man zukünftlich, gerade auch im Bezug auf die mögliche Zunahme an Linien in einem bestimmten Abschnitt, eine saubere Taktfolge versuchen. Beispielsweise starten im aktuellen Fahrplan die Züge in Halle in Richtung Weißenfels/Naumburg jeweils :05 und :25 nach. Beispielsweise wäre hier ein sauberer 30 Minutentakt vom Vorteil.

5. Man sollte auch die weiteren Strecken im Bereich im Betracht ziehen. So sollte man auch die Strecke Weißenfels - Zeitz ausbauen. Aktuell stellt sie keine wirkliche Konkurrenz zur zukünftig ausgebauten B91 dar. Die Haltepunkte sind zu weit weg von SIedlungsgebieten bzw. fährt der Zug an neugebauten Wohngebieten vorbei. Beispiele wären hier die Ortslage Weißenfels, wo der Zug am Storchennest ist Weißenfels West, am Krankenhaus sowie am Wohngebiet Süd praktisch vorbei fährt. In Langendorf deckt der Haltepunkt nur einen Teil der Ortschaft ab. In Luckenau liegt der alte Haltepunkt praktisch zu weit entfernt vom Ort, während gut 300m weiter der Zug die Ortslage passiert. Auch ist der bestehende Takt (Mittagspause sowie ein verdünnter Takt am Wochenende nicht zukunftsfähig).

Hier find ich das Beispiel der Pinzgauer Lokalbahn im Salzburger Land (Österreich) optimal. Die Bahn hat durch eine Vielzahl an neuen bedarfsgerechten Haltestellen sowie einen Stundentakt, in einem Streckenabschnitt verdichtet auf einem Halbstundentakt ihre Fahrgastzahlen deutlich erhöht, Die Haltestellen werden größten Teil als Bedarfshaltestellen ausgeführt, unterstützt durch ein eigenes Meldesystem, ob ein Haltewunsch besteht. Vor vielen Jahren war die Bahn Einstellungsgefährdet, durch den Versuch und die Angebotserweiterung sowie die Unterstützung der örtlichen Politik fährt die Bahn trotz aktueller Hochwasserschäden in eine sichere Zukunft. Dies würde ich mir auch für die Strecke Weißenfels  - Zeitz wünschen!!!

 6. In einem anderen Post wird über die neue aktuelle Buslinie Zeitz - Naumburg geschrieben und über die neue direkte Linienführung besprochen. Nun frage ich mich, gab es diese Linienführung nicht schon vor einigen Jahren mittels Bahn? Damals hat man das Angebot immer mehr verschlechtert und am Ende den Bahnverkehr auf der zuvor modernisierten Strecke stillgelegt. Mittlerweile ist die Strecke stillgelegt und verkauft. Nun kann man warten, bis die damals teuer modernisierte Strecke abgebaut wird. Hier hat man das Thema Verkehrswende wie auch bei der Strecke Merseburg - Leipzig verbaut und verschlafen.

J.A. Weiss
19.12.21 12:51

Eine Direktverbindung von Querfurt nach Halle wäre großartig und dringend notwendig. Der Querfurter Raum gewinnt langsam wieder an Bevölkerung, und Halle ist der unvermeidliche Bezugspunkt als Großstadt. Dass man dorthin nur mit Umstieg in Merseburg und einer Fahrzeit von 80-90 Minuten kommt, ist ein absoluter Witz. Vom 15 km nördlich gelegenen Röblingen sind es keine 30 Minuten. Es kann aber wohl kaum die Lösung sein, dass alle Querfurter erst einmal nach Röblingen fahren, um nach Halle zu kommen. Eine attraktive Verbindung Querfurt-Halle könnte der Stadt und der Region einen großen Schub geben und Menschen in die Region zurückbringen. Die Fahrtzeit darf dann aber auch nicht ewig dauern, eine schnelle Verbindung mit weniger Haltepunkten sollte  im Wechseltakt mit der (verlängerten) RB 78 angeboten werden. Wer immer nocvh mit 60-70 Minuten Fhartzeit rechnen muss, wird das Auto dafür nicht stehen lassen. dafür ist die Autobahn zu nah. Eine verlässliche Zeitperspektive wäre auch sehr wünschenswert; “vielleicht ab 2025, vielleicht aber auch erst in den 2030ern” kann's nicht sein.

J.A. Weiss 19.12. 12:51

Eine Direktverbindung von Querfurt nach Halle wäre großartig und dringend notwendig. Der Querfurter Raum gewinnt langsam wieder an Bevölkerung, und Halle ist der unvermeidliche Bezugspunkt als Großstadt. Dass man dorthin nur mit Umstieg in Merseburg und einer Fahrzeit von 80-90 Minuten kommt, ist ein absoluter Witz. Vom 15 km nördlich gelegenen Röblingen sind es keine 30 Minuten. Es kann aber wohl kaum die Lösung sein, dass alle Querfurter erst einmal nach Röblingen fahren, um nach Halle zu kommen. Eine attraktive Verbindung Querfurt-Halle könnte der Stadt und der Region einen großen Schub geben und Menschen in die Region zurückbringen. Die Fahrtzeit darf dann aber auch nicht ewig dauern, eine schnelle Verbindung mit weniger Haltepunkten sollte  im Wechseltakt mit der (verlängerten) RB 78 angeboten werden. Wer immer nocvh mit 60-70 Minuten Fhartzeit rechnen muss, wird das Auto dafür nicht stehen lassen. dafür ist die Autobahn zu nah. Eine verlässliche Zeitperspektive wäre auch sehr wünschenswert; “vielleicht ab 2025, vielleicht aber auch erst in den 2030ern” kann's nicht sein.

MFalgowski
7.12.21 23:03

S-Bahn Merseburg - Leipzig 

 

Die geplante durchgehende S-Bahn-Verbindung zwischen Leipzig und Merseburg ist sehr zu begrüßen. Das Fahrgastpotenzial ist seit der Stilllegung der direkten Strecke über Wallendorf stark angewachsen. Zahlreiche Studenten und Berufstätige pendeln inzwischen zwischen beiden Städten. 

 

Anstelle der vorgesehenen Verbindungskurve bei Spergau, sollte eine Reaktivierung der ehemaligen Strecke ernsthaft in Betracht gezogen werden. 

 

Aufgrund der baulichen und topografischen Situation im Bereich des Strecken-Abzweigs bei Spergau, wäre eine Verbindungskurve dort nur als weitläufiges, aufgeständertes Überwerfungsbauwerk realisierbar, die zudem im Bereich der ehemaligen Kaolin-Grube auf schwierigen Baugrund träfe. Unter diesen Gesichtspunkten wäre es fraglich, ob die Verbindungskurve noch eine wesentlich kostengünstigere Alternative zur Reaktivierung der direkten Strecke darstellen würde. 

 

Die Reaktivierung der direkten Strecke über Wallendorf böte zudem die attraktive Möglichkeit, den Einkaufspark Güntersdorf mit Kino und Möbelhäusern, direkt anzubinden. Die bestehende Buslinie verkehrt teilweise im Halbstundentakt und ist gerade an Samstagen oft überfüllt. Ebenfalls angebunden würden die Naherholungsgebiete Raßnitzer und Wallendorfer See, die bislang mit dem ÖPNV nur sehr schlecht erreichbar sind.

 

Die Ortslagen zwischen Halle, Leipzig und Merseburg haben in den letzten Jahren ebenfalls ein starkes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen gehabt und bieten mit vielen Pendlern in die anliegenden Städte ein stark gewachsenes Fahrgastpotenzial, das bei weiteren Abwägungen berücksichtigt werden sollte. Immerhin erschließt die Strecke den dicht besiedelten Raum entlang der B 181.

MFalgowski 07.12. 23:03

S-Bahn Merseburg - Leipzig 

 

Die geplante durchgehende S-Bahn-Verbindung zwischen Leipzig und Merseburg ist sehr zu begrüßen. Das Fahrgastpotenzial ist seit der Stilllegung der direkten Strecke über Wallendorf stark angewachsen. Zahlreiche Studenten und Berufstätige pendeln inzwischen zwischen beiden Städten. 

 

Anstelle der vorgesehenen Verbindungskurve bei Spergau, sollte eine Reaktivierung der ehemaligen Strecke ernsthaft in Betracht gezogen werden. 

 

Aufgrund der baulichen und topografischen Situation im Bereich des Strecken-Abzweigs bei Spergau, wäre eine Verbindungskurve dort nur als weitläufiges, aufgeständertes Überwerfungsbauwerk realisierbar, die zudem im Bereich der ehemaligen Kaolin-Grube auf schwierigen Baugrund träfe. Unter diesen Gesichtspunkten wäre es fraglich, ob die Verbindungskurve noch eine wesentlich kostengünstigere Alternative zur Reaktivierung der direkten Strecke darstellen würde. 

 

Die Reaktivierung der direkten Strecke über Wallendorf böte zudem die attraktive Möglichkeit, den Einkaufspark Güntersdorf mit Kino und Möbelhäusern, direkt anzubinden. Die bestehende Buslinie verkehrt teilweise im Halbstundentakt und ist gerade an Samstagen oft überfüllt. Ebenfalls angebunden würden die Naherholungsgebiete Raßnitzer und Wallendorfer See, die bislang mit dem ÖPNV nur sehr schlecht erreichbar sind.

 

Die Ortslagen zwischen Halle, Leipzig und Merseburg haben in den letzten Jahren ebenfalls ein starkes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen gehabt und bieten mit vielen Pendlern in die anliegenden Städte ein stark gewachsenes Fahrgastpotenzial, das bei weiteren Abwägungen berücksichtigt werden sollte. Immerhin erschließt die Strecke den dicht besiedelten Raum entlang der B 181.

Team NASA
8.12.21 17:36

Hallo, vielen Dank für Ihren Kommentar! Die Reaktivierung der alten Bahnstrecke zwischen Leipzig-Leutzsch und Merseburg ist für uns keine Option. Sie verläuft weit entfernt von den Siedlungsschwerpunkten, sodass der Bus angesichts inakzeptabler Fußwege nicht zu ersetzen wäre. Außerdem sind die Fahrgastpotenziale der unterwegs gelegenen Orte nicht besonders groß. Die Führung über den Abzweig bei Spergau/Großkorbetha ermöglicht dagegen die Anbindung größerer Städte wie Markranstädt und Bad Dürrenberg, welche zusammen mit der geplanten S-Bahn nach Naumburg sogar im 30-Minuten-Takt bedient werden könnten. Der Neubau der Verbindungskurve bei Spergau ist inzwischen Teil des Invesitionsgesetzes Kohleregion, eine Machbarkeitsstudie bereits in Arbeit. Insgesamt erwarten wir, dass der Bau der Kurve die günstigere Alternative gegenüber der Streckenreaktivierung ist und mehr Menschen dazu bringt, die klimafreundliche Bahn zu nutzen.

Team NASA 08.12. 17:36

Hallo, vielen Dank für Ihren Kommentar! Die Reaktivierung der alten Bahnstrecke zwischen Leipzig-Leutzsch und Merseburg ist für uns keine Option. Sie verläuft weit entfernt von den Siedlungsschwerpunkten, sodass der Bus angesichts inakzeptabler Fußwege nicht zu ersetzen wäre. Außerdem sind die Fahrgastpotenziale der unterwegs gelegenen Orte nicht besonders groß. Die Führung über den Abzweig bei Spergau/Großkorbetha ermöglicht dagegen die Anbindung größerer Städte wie Markranstädt und Bad Dürrenberg, welche zusammen mit der geplanten S-Bahn nach Naumburg sogar im 30-Minuten-Takt bedient werden könnten. Der Neubau der Verbindungskurve bei Spergau ist inzwischen Teil des Invesitionsgesetzes Kohleregion, eine Machbarkeitsstudie bereits in Arbeit. Insgesamt erwarten wir, dass der Bau der Kurve die günstigere Alternative gegenüber der Streckenreaktivierung ist und mehr Menschen dazu bringt, die klimafreundliche Bahn zu nutzen.

zeige 3 Antworten von Andreas Möhwald, Reras73 und Wehmann


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