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Eingereicht von Moderatorenteam NASA am 24.01.20 16:28
Was tun gegen Vandalismus an Fahrkartenautomaten?
Beschreibung
Gesprengte Fahrkartenautomaten an Bahnstationen? Leider keine Ausnahme. Die Täter bringen sich und andere in Gefahr und richten hohen Schaden an. Lohnt es da, geldbestückte Automaten an Stationen aufzustellen, die vielleicht nachts kaum genutzt sind und dann von Sprengbanden heimgesucht werden? Die Kosten für den Wiederaufbau sind immens. Deshalb stellt das Land gemeinsam mit dem Bahnunternehmen Abellio im Dieselnetz Sachsen-Anhalt (DISA) das Vertriebskonzept um: Im DISA gibt es nur noch an wenigen Standorten Fahrkartenautomaten. Dafür gibt es im DISA nun in allen Fahrzeugen Automaten und Zugbegleiter.

Und bei DB Regio läuft seit November 2019 ein Pilotprojekt vorrangig im Raum Magdeburg. Dort wird getestet, ob bargeldlose Fahrkartenautomaten an Bahnstationen dem Vandalismus vorbeugen und wie die Fahrgäste reagieren. An folgenden Stationen stehen gegenwärtig bargeldlose Automaten, an denen ausschließlich mit EC-, Kredit- oder Geldkarte bezahlt werden kann:
• Magdeburg-Buckau
• Magdeburg-Eichenweiler
• Magdeburg-Hasselbachplatz
• Magdeburg-Herrenkrug
• Magdeburg-Salbke
• Magdeburg SKET-Industriepark
• Magdeburg-Sudenburg
• Magdeburg-Südost
• Halle-Südstadt
• Schönebeck-Bad Salzelmen

Was meinen Sie dazu? Sagen Sie uns Ihre Meinung!
5 Kommentare

9.02.20 12:21

Helfen würde aus meiner Sicht der Fahrkartenverkauf im Zug durch Personal, aber das wollen Sie sicher nicht?

9.02.20 13:41

Kostet ja Geld für die NaSa ....., Automaten/Entwerter in den Zug löst viele Probleme , kostet 1x +Unterhalt .... Denn nur Verkauf im Zug durch Personal würde nach den derzeitigen Möglichkeiten der Mobilen Terminals nicht funktionieren ( zu langsam zu wenig Produkte- da ja nur für den "Notverkauf" gedacht ). Selbst die willigen Fahrgäste müssten dann ohne Ticket fahren , weil das Personal nicht hinterherkommt .

2.02.20 11:12

Im Gegensatz zu anderen, meist nord- und osteuropäischen Länder, ist das "Bezahlen mit Karte" oder Handy in Deutschland nur rudimentär ausgeprägt (im schwedischen oder norwegischen Überlandbus wird überhaupt kein Bargeld akzeptiert). Ich denke, im Kampf gegen den Vandalismus ist dies aber die einzige Alternative, es sei denn, die Vandalen handeln aus reiner Zerstörungswut. Was bleibt den Barzahlern? Das Kundencenter - wenn vorhanden, dann überfüllt; der Zugbegleiter - mit Bargeld ist er immer ein Ziel von Räubern; der Automat im Zug; der Personalausweis... wenn NFC aktiviert ist, gibt es eine Rechnung nach Hause. Doch was ist mit "Minderjährigen"? Alle Lösungen werden immer mehr oder weniger stark bestimmte Gruppen ausschließen. Ich denke auch, dass Banken/Sparkassen ihre Kunden viel stärker auf die Nutzung von Kartengeld orientieren sollten. Kostenloser öffentlicher Personennahverkehr? Welcher extrem Auto(fahrer) orientierte Staat will dass schon? Es wäre aber die Lösung!

28.01.20 17:51

Mit diesem Pilotprojekt werden einige Fahrgastgruppen wieder vom Fahrkartenkauf ausgeschlossen. Es gibt auch eine Vielzahl an Fahrgästen, die am Fahrkartenautomaten nicht mit EC- oder Kreditkarte bezahlen möchten/können. Für diese wird es mit dem Pilotprojekt der Deutschen Bahn deutlich komplizierter. Wenn der Fahrgast erst im Zug den Kundenbetreuer aufsuchen muss, um bei ihm eine Fahrkarte zu erwerben oder seine Fahrkarte vor Fahrtantritt in einem Kundencenter kaufen muss, dann ist das ein unnötiger Mehraufwand, der aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt ist. Es gibt zwar teilweise noch die Möglichkeit ein Handyticket zu erwerben, dennoch ist die Bezahlung per Bargeld immer noch die einfachste und anonymste Möglichkeit, um an sein Ticket zu kommen.

Ich finde es richtig, das es an den Haltepunkten im DISA-Netz nur noch vereinzelt Fahrkartenautomaten gibt, solange man die Möglichkeit hat, seinen Fahrschein im Zug am Automaten zu erwerben. Allerdings sollte es an den größeren Bahnhöfen, wo sehr viele Fahrgäste ein- und aussteigen noch Ticketautomaten geben. Dies ist aktuell nur eingeschränkt der Fall. In größeren Stationen wie (z.B. Bernburg, Aschersleben, Oschersleben oder Haldensleben) gibt es keine/bzw. nicht ausreichende Ticketautomaten. Dort gibt es zwar Abellio-Servicestellen, wo man Werktags einen Fahrschein erwerben kann, an Wochenenden, Feiertagen oder in Tagesrandlagen hat man auch hier keine Möglichkeit vor Fahrtantritt ein Ticket zu erwerben, was ich persönlich nicht gut finde. Wenn dann im Zug mehr als 10 Fahrgäste erstmal vor dem Ticketautomaten stehen, um ein Ticket zu erwerben, dann hat meiner Meinung nach das "Vertriebskonzept" voll versagt. Wenn man dann länger am Automaten steht, als man während der Fahrt am Platz sitzt, dann trägt dies keinesfalls zur Attraktivierung der Eisenbahn bei. Dabei wäre doch genau das in Zeiten des Klimawandels und verstauter Innenstädte das Ziel.

Wir halten fest: Alles hängt mit allem zusammen und eine vermeintlich gute Idee zur Verminderung von Vandalismus kann unschöne Folgen für viele Fahrgäste haben.

28.01.20 15:11

Die Kartenzahlung an den Pilotautomaten wird geteilt aufgenommen, die Reisenden, die keine Kartenzahlung möchten, haben manchmal ein ungutes Gefühl zum Kundenbetreuer zu gehen um sich eine Fahrkarte zu kaufen , auch wenn in diesen Fällen aufpreisfrei ist im Zug. Viele wünschen sich auch bei DB Regio Automaten im Zug und Entwerter analog Strassenbahn/Bus. Zum Thema aufpreisfrei . Reisender fährt Magdeburg-Schönebeck mit Abellio ( Automat im Zug und Kundebetreuer ) Fahrkarte ist aufpreisfrei. Er fährt dieselbe Strecke mit DB-Regio (kein Automat im Zug- aber Kundenbetreuer) und zahlt mindestens 2Euro Aufpreis laut Marego-Tarif bzw. DB-Tarif . Mal von den Pilotbahnhöfen abgesehen wo es die Karte aufpreisfrei im Zug gibt, ist das von der Gleichstellung her schwer zu begreifen.

 

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