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Das wurde aus Ihren Ideen zum Fahrkartenkauf

Beschreibung

Vom kontaktlosen Zahlen bis hin zur Einbindung des MDV-Tarifs in den DB-Navigator: Wir bedanken uns für die nützlichen Anregungen zum Thema Fahrkartenkauf und die zahlreichen Diskussionsbeiträge. Jeder Vorschlag hilft, unsere Angebote im Bahn-Bus-Landesnetz stetig zu verbessern. Nach der gründlichen Durchsicht und Auswertung aller Nutzer-Beiträge, möchten wir Ihnen nun ein Update zu den am meisten diskutierten Ideen geben.

 

 

Ihre Idee: MDV-Tarif in DB-Navigator einbinden

Hier haben wir gute Nachrichten! Alle technischen und rechtlichen Hürden sind genommen. Seit 14.06.2020 können Fahrgäste ihre MDV-Tickets unkompliziert im DB-Navigator (Einzelfahrkarte, 24-Stunden-Karte und Extrakarte) bzw. auf bahn.de (24-Stunden-Karte) kaufen. Einschränkungen bestehen nur noch beim BahnCard-Rabatt in den Verkehrsverbünden – siehe hierzu unsere Antwort auf die nächste Idee.

 

Ihre Idee: Hopper-Ticket/BahnCard-Rabatt auf Verbundrelationen über DB-Navigator verfügbar machen

Der Verkauf dieser Angebote über den DB-Navigator ist leider mit technischen Schwierigkeiten verbunden. Das Problem besteht dort, wo auf der betroffenen Strecke auch ein Verbundtarif (marego oder MDV) gilt. Deshalb kann man das Hopper-Ticket derzeit nur außerhalb der Verbünde über den DB Navigator bzw. bahn.de kaufen. Innerhalb der Verbünde sind sowohl das Hopper-Ticket als auch die DB-Fahrkarten mit BahnCard-Rabattierung nicht digital buchbar. Wir sind an dem Thema dran und können immerhin vermelden, dass die technischen Anforderungen gegenwärtig von DB Regio und DB Vertrieb geprüft werden und dort auch an einer Lösung gearbeitet wird. Bis diese umgesetzt ist, erhalten Sie die genannten Tickets erst einmal nur am Fahrkartenautomaten (an der Station oder im Zug), in einer personalbedienten Verkaufsstelle oder beim Zugbegleiter im Zug.

 

Ihre Idee: Kontaktloses Zahlen an Automaten ermöglichen

Der Trend zu kontaktlosen Bezahlverfahren setzt sich in allen Bereichen fort und hat infolge der Corona-Pandemie nochmals an Bedeutung gewonnen. Deshalb wollen wir den Verkehrsunternehmen in künftigen Verkehrsverträgen vorgeben, dass sie auch kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten anbieten sollen. Heute ist das bereits an den Abellio-Automaten im Dieselnetz Sachsen-Anhalt möglich. Da die anderen Verkehrsverträge aber zum Teil noch sehr lange Laufzeiten haben, wird es noch einige Jahre dauern, bis mehr Automaten diese Funktion anbieten. Eine Aufrüstung der vorhandenen Vertriebstechnik auf kontaktloses Bezahlen kann kurzfristig nicht erfolgen. Hierfür würden nicht nur erhebliche Kosten entstehen, sondern auch vertragliche Anpassungen nötig werden. Dies ist in Anbetracht rechtlicher Vorschriften und begrenzter Finanzmittel nicht ohne Weiteres möglich. Sie können aber fast überall ganz klassisch mit Girocard oder Kreditkarte bezahlen.

 

Ihre Idee: Automaten sollen Geldscheine ausgeben können

Wenn Automaten Wechselgeld als Banknoten ausgeben können, ist das eine schöne Sache. Diese kundenfreundliche Funktion ist erst in den letzten Jahren mit der Weiterentwicklung der Technik möglich geworden - hierfür braucht es nämlich einen sogenannten Banknotenrecycler im Automaten. Aufgrund der besonderen Anforderungen an die Technik haben wir diese Geräte bislang nicht vertraglich gefordert. Trotzdem hat Abellio diese Funktion an einigen Automaten umgesetzt. So können die Abellio-Fahrkartenautomaten an den Stationen bei bestimmten Beträgen bereits Banknoten als Rückgeld ausgeben. Bei den mobilen Automaten in den Zügen ist dies dagegen nicht möglich. Ob wir diese Funktion künftig zur allgemeinen Vorgabe machen, haben wir noch nicht entschieden. Wir werden die Entwicklungen beim bargeldlosen Bezahlen weiter beobachten und bewerten in diesem Zusammenhang auch das Thema Wechselgeld bei zukünftigen Ausschreibungen neu.

 

Ihre Idee: Regeln zum Fahrkartenkauf im Zug einheitlich gestalten (mit/ohne Aufpreis, aktive Meldung)

Das Land Sachsen-Anhalt ist bemüht, die Regelungen zum Fahrtenkauf im Zug einheitlich zu gestalten. Trotzdem gibt es aufgrund unterschiedlicher Vertriebswege sowie in Abhängigkeit der beteiligten Partner bei länderübergreifenden Verkehrsverträgen auch mal Abweichungen. So wollen z. B. einige Nachbarbundesländer den Fahrkartenkauf im Zug stark einschränken. In den dortigen Verkehrsverträgen gibt es in der Regel mehr Automaten am Bahnsteig und einen eingeschränkten Verkauf beim Kundenbetreuer. Bei uns betrifft das zum Beispiel die Linien von und nach Berlin. Im dünn besiedelten Sachsen-Anhalt ist es dagegen tendenziell wirtschaftlicher, auf Automaten an den Bahnsteigen zu verzichten und stattdessen den Vertrieb im Zug durchzuführen.

 

Mit den folgenden Spielregeln fahren aber alle gut:

1.    Die Fahrkarte sollte möglichst vor Fahrtantritt an den Automaten an den Stationen, in den Verkaufsstellen oder als Online-/Handyticket gekauft werden. Außerdem gibt es auf vielen Linien auch Fahrkartenautomaten im Zug.

2.    Ist ein Fahrkartenkauf weder an einem Fahrkartenautomaten noch an einer Verkaufsstelle möglich, erhalten Sie Ihre Fahrkarte ohne Aufpreis beim Zugbegleiter im Zug. Der Fahrgast ist dann aufgefordert, sich aktiv beim Zugbegleiter zu melden. Hier gilt jedoch, dass dies für den Fahrgast zumutbar ist – in Abhängigkeit des Fahrzeugtyps, der Fahrzeuggröße, der vollen Auslastung bzw. möglicher Beeinträchtigungen des Reisenden.

 

Einführung eines landesweiten Handytickets

Die NASA GmbH beabsichtigt, ihre digitalen Anwendungen INSA und das Mobilitätsportal Mitteldeutschland um eine Verkaufsfunktion für Online-/Handytickets zu erweitern. Bis Ende dieses Jahres soll über die beiden Apps und die dazugehörigen Webseiten der tarifübergreifende Verkauf des marego- und MDV-Tarifs sowie des C-Preises der Deutschen Bahn (Nahverkehr) ermöglicht werden. Es soll dann auch möglich sein, die Tickets im Vorverkauf zu erhalten.

 

Es soll zunächst mit dem Verkauf des Bartarifes (Einzelfahrten, Tageskarten) gestartet werden, perspektivisch soll auch der Kauf von Zeitkarten über INSA und das Mobilitätsportal ermöglicht werden. Verkäufer bleiben weiterhin die Verkehrsunternehmen, die in den von der NASA GmbH betriebenen Apps als Kundenvertragspartner auftreten.

 

Innerhalb des nächsten Jahres ist die Entwicklung eines sogenannten Tarifservers geplant, mit dessen Hilfe auch die weiteren Tarife in Sachsen-Anhalt elektronisch erfasst und verkauft werden sollen.

 

 

Ihre Idee: Automatische Fahrpreisermittlung nach der Fahrt (Check-in/Check-Out)

Ein Check-in/Check-out-System für die Buchung von Fahrkarten ist in der Regel unkompliziert und selbsterklärend für den Fahrgast und im Zeitalter der Digitalisierung zeitgemäß. Vom Fahrgast wird nahezu kein Tarifwissen vorausgesetzt. Er muss lediglich den Fahrtantritt und das Fahrtende elektronisch erfassen und ein Bezahlverfahren hinterlegen. Derzeit existieren hierzu unterschiedliche Ansätze, z. B. Check-in/Check-out über eine App auf dem Smartphone oder ein Chipkarten-System mit Terminals am Bahnsteig bzw. in den Fahrzeugen.

 

In Sachsen-Anhalt können Fahrgäste im Stadtverkehr Halle (Tarifzone 210) mit Check-in/Check-out in der App FAIRTIQ der Halleschen Verkehrs-AG Fahrkarten kaufen. Hierfür muss der Regler in der App vor Betreten des Fahrzeugs bzw. beim Verlassen des Fahrzeugs zur Seite gewischt werden. Auch Abellio hatte die App bereits im Frühjahr 2019 auf ausgewählten Strecken im Abellio-Netz als Pilot getestet.

 

Die NASA GmbH begrüßt im Sinne der Fahrgäste neue Innovationen. Bevor jedoch ein flächendeckenderes Check-in/Check-out-System umgesetzt wird, müssen technische und rechtliche Voraussetzungen im Detail geprüft und festgelegt werden, u. a. zur Umsetzung, zu Schnittstellen und Daten, zur Integration der Tarife, zu Kundenvertrags- und Ansprechpartnern, zur Einnahmeaufteilung zwischen den Verkehrsunternehmen etc.



Ihre Idee war hier nicht dabei?

Leider können wir hier nur auf eine Auswahl der von Ihnen eingereichten Ideen eingehen. Wir haben aber alle Anregungen zur Kenntnis genommen und versuchen, Ihre Wünsche so weit wie möglich bei der weiteren Entwicklung des Fahrkartenverkaufs zu berücksichtigen.